Zeit ist eine sehr kostbare Ressource und wahrscheinlich wird jeder zustimmen, wenn man sagt, dass man davon zu wenig hat. Jede Frau kennt es, der Tag und die Stunden rasen an einem vorbei, ohne dass man nur den Bruchteil aller To-Do’s erledigt hat. Dabei hat jeder von uns die gleichen 24 Stunden zur Verfügung. Utina Hübner zeigte uns mit Ihrem Vortrag, wie unterschiedlich Menschen mit Ihrer Zeit umgehen und diese wahrnehmen und wie man am Ende diese besser nutzen kann. Utina kommt aus der Nähe von Nürnberg, ist seit 45 Jahren verheiratet und hat 5 Kinder. Sie ist Seelsorgerin, insbesondere für Ehepaare in Not. Sie und Ihr Mann haben 3 Bücher veröffentlicht.
Wir fühlen uns wie Sklaven der Zeit- sie knechtet und quält uns. Das liegt daran, dass wir nicht für das Zeitliche, sondern für die Ewigkeit geschaffen sind. Dennoch hat jeder von uns einen bestimmten Zeitraum in diesem Leben auf der Erde. Wir dürfen lernen, wie wir diesen bestmöglich füllen können. Dafür müssen wir erst einmal verstehen, wie jeder einzelne von uns Zeit wahrnimmt:
Tote Zeit: Manche Menschen leiden darunter, wenn Sie zu viel Zeit haben. Die sogenannte „Leer-Zeit“ bedrückt diese Menschen. Sie ist schwer auszuhalten. Deswegen oft die Flucht ins Handy zu schauen oder die Zeit mit Fernsehen tot zu schlagen.
Überfüllte Zeit: Menschen die vielwillig sind. Sie wollen alles erledigen und am besten parallel. Der Kalender ist komplett durchgetaktet und voll. Sie fühlen sich unentbehrlich. Man kann nie „nein“ sagen und versucht überall präsent zu sein, obwohl das die Zeit gar nicht hergibt.
Zeitnot: Für diese Menschen geht es nicht schnell genug. Schnelle Entscheidungen. Dabei wäre es wichtig, manchmal in sich zu kehren, Gott zu suchen und die eigene Motivation zu prüfen um letztendlich dann zu reagieren.
Zeit läuft weg: Menschen die Multitalente sind. Wenn man alles kann, will man auch alles tun. Können Aufgaben schwer abgeben. Dabei ist es nicht notwendig, dass jeder einzelne ALLES kann.
Zeitfresser: Menschen die sehr perfektionistisch sind. Das erweist sich an vielen Stellen als Zeitfresser. Dies kann auch im Glaubensleben eine Rolle spielen. Wir sollten dadurch den Blick auf die Gnade nicht verlieren.
Zum Schluss gab uns Utina noch einige Tipps wie wir unsere Zeit besser nutzen können:
→ Starte deinen Tag mit Gott und besprich ihn mit ihm. Sei bereit dich gebrauchen zu lassen, auch wenn das bedeutet, dass Gott deine Pläne unterbrechen oder verwerfen wird
→ Richtige Einstellung zu unserer verfügbaren Zeit entwickeln. Jeder Tag ist wie eine Perle und äußerst wertvoll (Ps.118,24)
→ Nimm dir Zeit für Reflexion und Besinnung (1. Tim 4,16 & Jes. 30,15)
→ Gönne dir ausreichend Schlaf (Ps. 127,2)
→ Orientiere dich an Tages-& Jahreszeiten
→ Am Ende des Tages lege deine Unzulänglichkeiten getrost in Gottes Hände
Caroline Huwa







