Zum letzten Frauenfrühstück durften wir Ana-Maria Kreuter als Gastrednerin begrüßen. Sie gab uns einen Einblick darüber, welchen Effekt das Sichtbare- sowie auch das Unsichtbare auf unser Leben hat und was es zur Folge hat, wenn wir anfangen mit den Augen des Herzens zu sehen.
Wir sehen in der Welt viele unschöne Dinge und manchmal heißt es „Augen zu und durch“. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass diese unschönen Gegebenheiten nun mal da sind. Wenn das Sichtbare nun alles ist, was da ist, gibt es keine Hoffnung und Verzweiflung ist alles was bleibt.
„Aufgrund des Glaubens verließ er Ägypten, ohne sich vor dem Zorn des Königs zu fürchten. Denn er blieb standhaft, als ob er Gott, den Unsichtbaren, sehen könnte.“ –Hebräer 11,27.
Das Sichtbare
Das, was wir sehen, beeinflusst unsere Gefühle. Wenn wir z.B den Krieg im Fernsehen mitverfolgen und dort Menschen leiden sehen, werden wir traurig. Ist aber alles wahr, was meine Gefühle beeinflusst? Genauso sind gute Gefühle keine Sicherheit dafür, ob etwas wirklich gut ist. Fakt ist jedoch, dass wir alles interpretieren, was wir sehen/ nicht sehen. Im Moment sehen wir eine völlig kaputte Welt und können manchmal nicht sehen wie Gott wirkt. Daraus wird oft geschlussfolgert, dass es keinen Gott geben kann, der so etwas zulässt. Als die Jünger mit Jesus auf dem Boot waren und der Sturm tobte, fragten sich die Jünger auch, wie Jesus das zulassen konnte. Dabei gab es keinen Moment, in dem Jesus die Situation nicht unter Kontrolle hatte, auch wenn es nicht
„sichtbar“ war. Immer wenn wir etwas nicht einordnen können, neigen wir dazu etwas in Frage zu stellen oder zu zweifeln.
Das Unsichtbare
Das, was wir sehen, wird einmal vergehen, aber das Unsichtbare ist ewig (2. Korinther 4,18). Wir können die Auswirkungen seines Da-seins jeden Tag sehen z.B. in seiner Schöpfung (Röm 1,20). Jesus zeigte uns schon damals zu seiner Zeit hier auf der Erde, wer und wie Gott ist (Joh. 14,9) und dass wenn wir in einer Beziehung zu ihm leben, er uns die Augen öffnen kann für das Unsichtbare. Wir können darum bitten, dass er uns die Augen des Herzens öffnet und uns eine neue Sicht schenkt. Dann könnten wir erkennen, dass er auch in unserem Leid neben uns steht und mit uns weint und vor allem, dass er stets für uns kämpft.
Folgen des Sehens mit den Augen des Herzens:
• NEUE HOFFNUNG → Es gibt da jemanden, der mich sieht und sich kümmert
• NEUE IDENTITÄT → Wir haben einen himmlischen Vater und sind seine Kinder (Erbe)
• NEUEN MUT → Gottes Kraft zeigt sich in uns
„Glücklich sind die, die mich nicht sehen und trotzdem Glauben“ Johannes 20,29
Caroline Huwa