Vom Wunsch „Echt zu sein“

Durch ein „Kommunikationsspiel“ wurde unser Frauenfrühstück am 06.04.2019 in einer fröhlichen Art und Weise eingeleitet und es konnten wieder mal über 200 Frauen begrüßt werden. Wunderschön geschmückte Tische und das sehr leckere Buffet sorgten für eine schöne Atmosphäre. Wie in den letzten Veranstaltungen wurden auch diesmal liebevoll gestaltete DIY- Artikel angeboten.

Die gebürtige Spanierin Frau Dr. Ana-Maria Kreuter ist unserer Einladung gefolgt und brachte uns das Thema: „Vom Wunsch Echt zu sein.“ näher.

Wir alle leben mit Lügen und Überzeugungen, die unser Denken und Handeln beeinflussen. Doch was ist die Wahrheit für unser Leben und wie finden wir sie?

Drei häufige Lebenslügen, die uns beeinflussen sind:

  • Ich muss perfekt sein
  • Ich bin nur das wert, was ich leiste
  • Mein Ehepartner ist mir etwas schuldig für das, was ich für ihn getan habe

Im Umgang mit anderen zeigt sich was wir wirklich sind und denken.

Anhand von lebensnahen Beispielen brachte Frau Dr. Kreuter nahe, dass wir Frauen uns oft über Leistung, Perfektionismus oder auch Erwartungen definieren. So fühlen wir uns erst wertvoll und akzeptiert. Umso größer kann die Enttäuschung ausfallen, wenn Erwartungen nicht erfüllt werden. Es gibt nichts auf dieser Welt was uns unsere tiefsten Erwartungen stillen kann.

Wenn es Lügen gibt, gibt es auch die Wahrheit. Wenn es die Wahrheit nicht gibt, ist es durchaus sinnvoll an unserer Lebenslüge festzuhalten. Jemand hat gesagt: „Nimm dem Menschen seine Lebenslüge, dann ist sein Leben (streben nach Ansehen) zerstört.“

In Johannes 14,6 steht: Ich bin der Weg, ich bin die Wahrheit, und ich bin das Leben. Zum Vater kommt man nur durch mich.

Wenn jemand die Wahrheit kennen lernen will, muss er Jesus kennen lernen!

Ein Mann, sein Name war Mephiboseth (Begebenheit aus 2. Samuel, 9), dachte: Ich bin völlig wertlos. Er war ein Nachkomme von Jonathan und bekam aufgrund dessen eine Einladung zum König David. David und Jonathan waren beste Freunde und David gab seinem besten Freund zu Lebzeiten das Versprechen, Gnade an seiner Verwandtschaft zur erweisen. Nach jahrelanger Missachtung durfte der lahme Mephiboseth ab nun zu Tische des Königs speisen. Mephiboseth, eine „nicht geachtete Person“ bekam einen Wert vor dem König.

Vielleicht haben Sie auch ein Gefühl des „nicht gewollt“ seins. Vielleicht waren Sie nicht gewollt. Gott ruft uns heute und zeigt uns, dass wir wertvoll sind. Er hat Interesse an uns. Er möchte Gemeinschaft mit uns und schickt uns nicht nur „Essen“, er will es sogar mit uns teilen.

In der Bibel finden wir noch ein Beispiel zu einer Lebenslüge, die nicht lange gehalten hat.

Der verlorene Sohn (aus Lukas 15) forderte bei seinem Vater sein ganzes Erbe ein. Vielleicht war es der Satz, „Wenn ich Geld habe, dann habe ich Freunde, dann bin ich glücklich!“, der ihn zu diesem Verlangen trieb. Doch ihm wird schnell klar, sein „Wenn ich…Satz“ hat ihn weggebracht. Er erkennt seine Schuld und Sünde. Er geht zurück. Der Vater wartete auf ihn und rannte ihm entgegen. Der Sohn durfte wieder teilhaben am Tisch des Vaters.

So wartet auch Gott auf dich. Er sagt: „Komm zu mir, such dein Glück nicht woanders.“

Wenn wir zu Gott gehen, brauchen wir uns nicht mehr von der Lebenslüge leiten lassen. Wir müssen nicht mehr gesünder, reicher, besser werden. Wir können so kommen wie wir sind.

Beide Geschichten (von Mephiboseth und vom verlorenen Sohn) enden am Königstisch. Ist das nicht ein schönes Ende?

Und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen! Johannes 8,32

Lydia Fast

Foto: Lisa Rybalkin